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Geldanlage

Geldanlage-Plattformen im Überblick: von ETF bis ELTIF

August 2026Lesezeit 7 Min.

Früher brauchte man für Immobilien oder Private Equity viel Geld und gute Kontakte. Heute öffnen digitale Plattformen fast jede Anlageklasse für Privatanleger, teils ab wenigen Euro. Dieser Überblick sortiert sie nach Art der Anlage. Vorweg klar: Das ist ein Marktüberblick ohne Empfehlung und ohne Anlageberatung.

Aktien & ETF (Neobroker und Sparpläne)

Günstig Wertpapiere kaufen und ETF-Sparpläne einrichten: Trade Republic, Scalable Capital, finanzen.net zero, justTRADE, Smartbroker+, flatexDEGIRO, Traders Place, Bitpanda. Wie man damit startet, steht in ETF & Sparpläne für Einsteiger.

Automatisch anlegen (Robo-Advisor)

Das Geld wird nach einem Risikoprofil automatisch breit investiert: Quirion, Whitebox, Growney, Ginmon, VisualVest, cominvest, bevestor, Scalable Capital.

Immobilien (Crowdinvesting & digitale Beteiligung)

Mitinvestieren in Immobilienprojekte oder Bestandsobjekte: Exporo, Finexity, Brickwise.

Private Markets & ELTIF

Private Equity und Infrastruktur waren lange nur institutionellen Anlegern zugänglich. Über ELTIF (EU-regulierte Langfristfonds) und spezialisierte Plattformen können jetzt auch Privatanleger einsteigen, meist ab einigen hundert bis tausend Euro. Plattformen mit Zugang: LIQID, Moonfare, NAO, Preva Capital, AQUATY. Einzelne ELTIF lassen sich zusätzlich über Neobroker wie Scalable Capital und Trade Republic zeichnen. Mehr dazu: Private Markets & ELTIF.

ELTIF binden Ihr Geld meist über Jahre und sind teurer als ein einfacher ETF. Hohe Chance bedeutet auch hohes Risiko.

Tokenisierte Sachwerte & alternative Anlagen

Anteile an Sachwerten, digital verbrieft, schon ab kleinen Beträgen: Finexity, heartstocks, Splint Invest, Timeless, Black Manta. Wie das funktioniert, erklärt Mit kleinem Betrag in Immobilien.

Aus der eigenen Immobilie (Teilverkauf & Miteigentum)

Kapital aus der Immobilie lösen oder gemeinsam besitzen: HausVorteil (Teilverkauf), Myne Homes (Miteigentum an Ferienimmobilien). Die Vor- und Nachteile des Modells stehen in Teilverkauf ohne Auszug.

Sachwerte & Beteiligungen (über Berater-Plattformen)

Viele Sachwert- und Beteiligungsangebote werden nicht direkt verkauft, sondern über Berater gezeichnet, digital abgewickelt über White-Label-Plattformen wie portagon und Walnut Live. Dahinter stehen Emissionshäuser, etwa: BVT, Deutsche Finance, Habona, hep, ÖKORENTA, Dr. Peters, Primus Valor, reconcept, TSO, Solvium, asuco, RWB, HTB, Jamestown, Verifort, WIDe, MIG, Pangaea Life, Neuberger Berman.

Diese Beteiligungen sind in der Regel langfristig gebunden, wenig handelbar und mit hohem Risiko bis zum Totalverlust verbunden. Sie sind nicht für jeden geeignet und werden meist über eine Beratung gezeichnet.

Worauf Sie vor dem ersten Euro achten sollten

  • Wer steht dahinter? Ist der Anbieter bei der BaFin registriert oder beaufsichtigt?
  • Wie komme ich wieder raus? Viele dieser Anlagen sind nicht jederzeit verkaufbar (geringe Liquidität).
  • Was kostet es? Gebühren mindern die Rendite. Fragen Sie nach allen Kosten.
  • Streuen statt alles auf eine Karte. Einzelprojekte und Einzelfonds können ausfallen.
Was ist die günstigste und einfachste Anlage?

Für die meisten ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan über einen Neobroker der günstigste, liquideste Einstieg. Alles andere ist eher Beimischung.

Sind diese Plattformen sicher?

Reguliert heißt nicht risikofrei. Prüfen Sie den BaFin-Status des Anbieters, aber bedenken Sie: Das Anlagerisiko der Produkte selbst (bis zum Totalverlust) trägt weiterhin der Anleger.

Eine belastbare Einordnung statt einer schnellen Zahl

alpha-assets.de bewertet Immobilien und Kapitalanlagen datengetrieben und unabhängig. Sprechen Sie mit uns über Ihr Vorhaben.

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Marktüberblick, Stand 2026. Keine Anlageberatung, keine Empfehlung einzelner Anbieter. Genannte Plattformen sind real; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Kapitalanlagen können an Wert verlieren, bis zum Totalverlust.

Aktuelle Meldungen zu Anbietern

Kurzfassung der Redaktion, Stand 12. Oktober 2026. Maßgeblich ist jeweils die verlinkte Quelle.

  • 1. Oktober 2026 · Bergfürst

    Die Hauptversammlung der Bergfürst AG hat die Auflösung zum 1. Oktober 2026 beschlossen, die Plattform stellt ihr Neugeschäft ein. Bestehende Investments laufen weiter, ihre Verträge bestehen direkt zwischen Anlegern und Projektgesellschaften.

    Quelle: finanzwelt.de

  • 30. September 2026 · HausVorteil

    Die HausVorteil AG meldet für das erste Halbjahr 2026 Umsatzerlöse von 822,9 TEUR und einen Halbjahresfehlbetrag von 202,4 TEUR. Die Eigenkapitalquote lag zum 30. Juni 2026 bei rund 55,1 %. Es handelt sich um eine Mitteilung des Unternehmens selbst.

    Quelle: PTA-News (Mitteilung der HausVorteil AG)

  • 27. September 2026 · Deutsche Finance

    Die Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. in Luxemburg hat ihre Mandate als Fondsmanagerin für Fonds der Deutschen Finance Group zum 31. Januar 2026 niedergelegt. Betroffen sind mindestens elf Fonds, ein Nachfolger ist bisher nicht gefunden.

    Quelle: test.de

  • 24. September 2026 · PROJECT Immobilien

    Gut drei Jahre nach der Insolvenz der Project-Gruppe sind viele Wohnprojekte weitgehend fertig. Erste Ausschüttungen an Gläubiger und Anleger könnten bald möglich sein.

    Quelle: Nürnberger Nachrichten

  • 17. September 2026 · hep

    Martin Vogt (44) übernimmt bei hep global mit sofortiger Wirkung die Position des CEO von Christian Hamann, der nach knapp 17 Jahren auf eigenen Wunsch übergibt und als CFO im Unternehmen bleibt.

    Quelle: Anleihen-Finder.de

  • 14. September 2026 · Deutsche Finance

    Die BaFin hat mit Bescheid vom 9. Juni 2026 die DF Deutsche Finance Investment GmbH zu Auskünften und zur Vorlage von Unterlagen verpflichtet und einen Sonderbeauftragten bestellt. Die Gesellschaft widerspricht den Begriffen „Sonderprüfung“ und „Sonderermittlung“. Es gehe um fünf Immobilieninvestments mit einem gemeinsamen Co-Investor.

    Quelle: cash-online.de

  • 5. September 2026 · Deutsche Finance

    Beim „DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Club Deal Boston II“ hat das Amtsgericht München am 2. September 2026 ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Anleger müssen laut Bericht mit einem Totalverlust rechnen. Ein weiterer Fonds der Gruppe wird liquidiert.

    Quelle: test.de

  • 31. August 2026 · PROJECT Immobilien

    Einige Anleger der Project-Gruppe bekommen einen Teil ihrer Gelder zurück. Insolvenzverwalter Volker Böhm nennt im Gespräch, wer leer ausgeht.

    Quelle: Nürnberger Nachrichten

  • 30. August 2026 · hep

    hep global hat die Liquidation des Publikumsfonds „hep solar Invest ELTIF“ eingeleitet, weil das für den Betrieb nötige Fondsvolumen nicht erreicht wurde.

    Quelle: Börse Express

Quellen

  1. 1.Geldanlage: Basiswissen und Warnungen (BaFin)
  2. 2.Geldanlage: Grundlagen und Risiken (Verbraucherzentrale)