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Wohnen & Sanieren

Sanierungsfahrplan (iSFP): was sich rechnet

August 2026Lesezeit 6 Min.

Der individuelle Sanierungsfahrplan ist die Alternative zur Einzelmaßnahme ohne Plan: Er zeigt, was in welcher Reihenfolge sinnvoll ist und schaltet zusätzliche Förderung frei. Die Beratung wird selbst gefördert, aber der bekannte 5-Prozent-Bonus ist seit Juli 2026 anders zugeschnitten. Was heute gilt.

Was der iSFP ist

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) wird von einem qualifizierten, förderberechtigten Energieberater erstellt. Er nimmt das Gebäude als Ganzes auf und legt fest, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge den größten Effekt haben und wie sie aufeinander aufbauen. Das unterscheidet ihn von der Einzelmaßnahme: Der Fahrplan verhindert, dass Sie am falschen Ende anfangen (etwa die neue Heizung ins ungedämmte Haus).

Kosten & Förderung

Ein iSFP kostet in der Regel 1.500 bis 2.500 €. Die BAFA-Förderung „Energieberatung für Wohngebäude“ übernimmt davon 50 %, gedeckelt auf maximal 650 € beim Ein- und Zweifamilienhaus und 850 € beim Mehrfamilienhaus. Es bleibt also ein Eigenanteil von rund 700 bis 1.500 €. Wichtig für die Planung: Die Förderrichtlinie ist derzeit bis zum 31. Dezember 2026 befristet, eine Anschlussregelung ist noch nicht bekannt.

Der 5-Prozent-Bonus: neu zugeschnitten

Der eigentliche Hebel des iSFP war lange der iSFP-Bonus: Wer Einzelmaßnahmen entlang des Fahrplans umsetzt, bekommt 5 Prozentpunkte mehr Förderung. Bei Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster, Türen) summiert sich das auf bis zu 20 %: 15 % Grundförderung plus 5 % Bonus.

Was sich zum 21. Juli 2026 geändert hat

Der Bonus bleibt bestehen, wird aber nur noch auf den Teil der förderfähigen Investitionskosten gewährt, der 30.000 € übersteigt. Seine Wirkung entfaltet er dadurch vor allem bei größeren oder mehreren aufeinander abgestimmten Maßnahmen. Bei einer kleinen Einzelmaßnahme läuft er faktisch ins Leere.

Wann sich der iSFP rechnet

Für die meisten Eigentümer lohnt er sich aus drei Gründen: Er ist zur Hälfte gefördert, er verhindert teure Fehlreihenfolgen, und er ist die Grundlage, um weitere Förderung sauber abzurufen. Weniger stark wiegt seit Juli 2026 der reine Bonus-Effekt bei kleinen Einzelmaßnahmen. Als Startpunkt für eine geplante Sanierung und vor einem Heizungstausch bleibt er das sinnvollste erste Dokument.

Häufige Fragen

Muss ich die Maßnahmen aus dem iSFP umsetzen?

Nein. Der Fahrplan ist eine Empfehlung. Er bindet Sie nicht, setzt aber die Reihenfolge und die Förderlogik, an der Sie sich orientieren können.

Lohnt sich der iSFP trotz des neuen Bonus-Zuschnitts noch?

In der Regel ja, wegen der 50-Prozent-Förderung der Beratung und der vermiedenen Fehlreihenfolgen. Der Bonus selbst wirkt seit Juli 2026 vor allem bei größeren Investitionen oberhalb von 30.000 €.

Wer darf einen iSFP erstellen?

Nur qualifizierte, für die BAFA-Förderung zugelassene Energieberater. Achten Sie auf die entsprechende Listung, sonst ist weder der iSFP noch die Beratungsförderung gültig.

Eine belastbare Einordnung statt einer schnellen Zahl

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Kontakt aufnehmen

Dieser Beitrag ist eine allgemeine, redaktionelle Orientierung und ersetzt keine individuelle Energieberatung. Stand der Förderkonditionen: ab 21. Juli 2026; die Förderrichtlinie Energieberatung ist bis 31. Dezember 2026 befristet. Konditionen tagesaktuell prüfen.

Quellen

  1. 1.Energieberatung für Wohngebäude (EBW) (BAFA)
  2. 2.Sanierungsfahrplan (iSFP): Kosten, Förderung, Bonus und Ablauf (LBS)
  3. 3.Energieberater Kosten 2026: iSFP 1.500–2.500 €, 50 % Förderung (reduco.ai)
  4. 4.Neue Förderrichtlinien: Änderungen auch beim iSFP (Energie-Fachberater)