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Wohnen & Sanieren

Heizung tauschen: welche Förderung 2026 zählt

August 2026Lesezeit 6 Min.

Der Heizungstausch wird weiter gefördert, aber die Konditionen haben sich zum 21. Juli 2026 spürbar geändert: Der Klimabonus ist kleiner geworden und schmilzt ab, der Effizienzbonus für Wärmepumpen ist entfallen, die förderfähigen Höchstkosten sind gesunken. Wer jetzt plant, sollte die Bausteine und den Zeitfaktor kennen.

Was seit dem 21. Juli 2026 gilt

Die Heizungsförderung läuft weiter über die KfW, aber die Reform vom 21. Juli 2026 hat drei spürbare Kürzungen gebracht: Der Klimageschwindigkeitsbonus wurde von 20 auf 16 % gesenkt und wird ab 2027 schrittweise abgebaut, der frühere Effizienzbonus für Wärmepumpen ist vollständig entfallen, und die förderfähigen Höchstkosten wurden reduziert. Gefördert werden nach wie vor das Gerät, der Einbau, die Inbetriebnahme und notwendige Umfeldmaßnahmen.

Die Förder-Bausteine

Ihre persönliche Förderquote setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die addiert, aber gedeckelt, werden:

BausteinHöhe (Stand 21.7.2026)Für wen
Grundförderung30 %alle Antragsberechtigten
Klimageschwindigkeitsbonus16 % (abschmelzend bis 8/2028)Selbstnutzer, Austausch alter Heizung
Einkommensbonus40 % / 30 % / 10 %Selbstnutzer bis 30.000 / 40.000 / 50.000 € Haushaltseinkommen

Der Zeitfaktor zählt mit

Der Klimabonus wird ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um vier Prozentpunkte gekürzt und läuft im August 2028 aus; auch die Höchstkosten sinken ab 2027 weiter. Tendenz: Wer später tauscht, bekommt eher weniger. Das ist ein Argument für Planung, aber kein Grund für eine Schnellentscheidung ohne Sanierungsfahrplan.

Was am Ende ankommt

Zwei Grenzen bestimmen den tatsächlichen Zuschuss: die maximale Förderquote und die förderfähigen Höchstkosten.

  • Förderquote. Die Bausteine werden addiert, aber bei 70 % gedeckelt. Nur Selbstnutzer der niedrigsten Einkommensgruppe erreichen bis zu 80 %.
  • Höchstkosten. Förderfähig sind maximal 28.000 € für die erste Wohneinheit, je 15.000 € für die zweite bis sechste und je 8.000 € für jede weitere.

Ein Rechenbeispiel: 80 % von 28.000 € förderfähigen Höchstkosten ergeben einen maximalen Zuschuss von 22.400 € für die erste Wohneinheit. Wer die 80 % nicht erreicht, liegt entsprechend darunter. Die konkrete Quote hängt von Einkommen und Zeitpunkt ab.

Antrag & Reihenfolge

Die Heizungsförderung für selbst genutzte Wohngebäude beantragen Sie bei der KfW. Klären Sie die Antragsmodalitäten, bevor Sie unwiderruflich beauftragen, und denken Sie die Reihenfolge mit: Erst der Plan, dann die Maßnahme. Eine neue Heizung im ungedämmten Haus ist selten die wirtschaftlichste Lösung; ein Sanierungsfahrplan zeigt, was in welcher Reihenfolge sinnvoll ist.

Häufige Fragen

Wird die Wärmepumpe 2026 noch gefördert?

Ja. Eine Wärmepumpe erhält weiterhin die 30 % Grundförderung sowie, bei Selbstnutzern, gegebenenfalls Klima- und Einkommensbonus. Der frühere Effizienzbonus ist seit dem 21. Juli 2026 entfallen.

Wie hoch ist die maximale Förderung?

Grundsätzlich 70 % der förderfähigen Kosten; Selbstnutzer der niedrigsten Einkommensgruppe erreichen bis zu 80 %. Zusätzlich begrenzen die Höchstkosten (28.000 € für die erste Wohneinheit) den absoluten Betrag.

Lohnt es sich, mit dem Tausch zu warten?

Tendenziell nein: Klimabonus und Höchstkosten sinken ab 2027 schrittweise. Die Entscheidung sollte aber am Zustand der alten Heizung, der Dämmung und dem Gesamtplan hängen, nicht allein am Förderkalender.

Eine belastbare Einordnung statt einer schnellen Zahl

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Kontakt aufnehmen

Dieser Beitrag ist eine allgemeine, redaktionelle Orientierung und ersetzt keine individuelle Energie- oder Förderberatung. Stand der Fördersätze: ab 21. Juli 2026; die Konditionen sind degressiv angelegt und ändern sich. Prüfen Sie den aktuellen Stand bei der KfW, bevor Sie rechnen.

Quellen

  1. 1.Heizungsförderung für Privatpersonen (Wohngebäude) (KfW)
  2. 2.Neue Heizungsförderung ab 21. Juli: Das kommt auf Eigentümer zu (Intelligent Heizen)
  3. 3.Fördermittel für Heizungstausch und Gebäudesanierung (Haus & Grund)
  4. 4.BEG-Förderung 2026: Neue Regeln im Überblick (Haufe)