Frühe Analysen
Schon während des ersten Lockdowns wurden erste Analysen zum Einfluss der Corona-Pandemie auf den Wohnungsmarkt veröffentlicht. Die Bandbreite der Prognosen reichte von Preiseinbrüchen bis zu weiterem Wachstum.
Immobilien als Krisengewinner
Obwohl die Pandemie einen starken Einfluss auf die Weltwirtschaft und damit auf Einkommen und Beschäftigungsverhältnisse hatte, erwiesen sich Immobilien als Krisengewinner. Die Kombination aus niedrigen Zinsen, Flucht in Sachwerte und anhaltendem Wohnungsmangel stützte die Preise.

Preiseffekte während des Lockdowns
Die Angebotspreise waren während des Lockdowns geringfügig gesunken oder zumindest weniger stark gestiegen. Diese Veränderung war jedoch nicht auf fundamentale Marktverschiebungen zurückzuführen.
Marketingbudgets als Erklärung
Die Analyse zeigt, dass der Preiseffekt primär durch reduzierte Google-Werbeausgaben von High-End-Immobilienentwicklern erklärt werden kann. Als die Budgets zurückkehrten, normalisierten sich auch die Angebotspreise.
Fazit
Die langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf den Wohnungsmarkt hängen von nachhaltigen Veränderungen in Angebot und Nachfrage ab. Kurzfristige Preisschwankungen während des Lockdowns waren eher ein Marketingphänomen als ein Marktphänomen.

